Giorgos – Menschenrechtsaktivist für marginalisierte Gruppen
Als langjähriger Aktivist setzt er sich für Gruppen ein, die besonders von Ausgrenzung bedroht sind, und kämpft für gleiche politische und soziale Rechte. Er ist überzeugt: Wie wir mit denjenigen umgehen, die am wenigsten geschützt sind, prägt die Gesellschaft, die wir gestalten – und niemand bleibt von den Folgen unberührt.
„Equal Rights hat sofort reagiert, als Menschen auf der Flucht auf Kreta ankamen. Ihnen wurde verwehrt, einen Asylantrag zu stellen, sie wurden direkt inhaftiert.“
Wenn schnelles Handeln nötig ist, steht das Equal‑Rights‑Team bereit – um Menschen zu schützen, deren Rechte missachtet wurden. Hier reisten die Anwält*innen sofort an, vertraten die Betroffenen vor den Behörden – und gewannen alle Fälle. Als administrativer Koordinator unterstützt Giorgos die Arbeit eines Teams, das eingreift, wenn sonst kaum jemand da ist. Ob unrechtmäßige Haft, blockierte Asylverfahren oder Menschen, die im Ungewissen festgehalten werden: Gemeinsam sorgt das Team dafür, dass solche Menschenrechtsverletzungen nicht im Schweigen untergehen.
„Viele europäische Länder werden ab Juni neue Regeln einführen… Maßnahmen, die zuvor in Griechenland getestet wurden.“
Giorgos hat miterlebt, wie Griechenland zum Experimentierfeld für restriktive Migrationspolitik wurde. Was heute an den griechischen Grenzen passiert, wird morgen oft europäische Realität. Seine Arbeit bringt ihn an die Frontlinie dieser Entwicklungen, wo politische Entscheidungen unmittelbare Folgen für echte Menschen haben. Für ihn ist klar: Rechte müssen jetzt verteidigt werden – bevor schädliche Praktiken europaweit Schule machen.
„Es ist sehr wichtig, nicht das Gefühl zu haben, dass man allein kämpft.“
Für Giorgos ist Solidarität das Fundament von Equal Rights. Die Organisation arbeitet an Orten, an die sich kaum jemand wagt – in Haftzentren, Grenzregionen und rechtlichen Grauzonen. In diesem „dunklen Feld“, wie er es nennt, ist Zusammenhalt überlebenswichtig. Unterstützung durch Partner, Kolleg*innen und die Öffentlichkeit gibt Kraft weiterzumachen. Seine Botschaft: Nur gemeinsam lässt sich menschliche Würde schützen.